
Eigentlich wollten wir in Bezug auf die drei unten stehenden Links ja endlich mal Ruh geben, aber es hilft ja nix.
www.inka-magazin.de/editorials.html
www.inka-magazin.de/stadtleben/mehr-als-ein-defizit-karlsruhe-fehlt-die-idee.html
www.inka-magazin.de/stadtleben/zwischen-rotstift-realitaet-haushaltsberatungen-2026-27.html
Mitte Dezember 2025 ging die Haushalt-Streichungsliste durch den Gemeinderat. Die finanziell im Vergleich zu Städten wie Stuttgart (50 Prozent Gewerbesteuerrückgang) oder Ludwigshafen (Pleite bis in alle Ewigkeit) sehr gut aufgestellte Stadt Karlsruhe ist in strukturfinanzieller Disbalance. Grund: eine völlig verantwortungslose Stadtpolitik von OB und Grünen. Die Finanzbürgermeisterin wies in ihrer Haushaltsrede (s. Website Stadt KA) darauf hin, dass die Stadt seit 2015, also praktisch nach Amtsantritt von Dr. Mentrup, 853 neue Stellen geschaffen hat. Schreibt Josef Jünger von den „Karlsruher Stumfilmtagen“ in seinem Essay „Warum Karlsruhe mehr Kultur braucht“. Ich habe ja kein Abitur und bin daher berüchtigt für Hochrechnungen – das macht also rund 40 Mio. Mehrkosten seit Amtsantritt des OBs.
Die offiziellen Zahlen sind noch viel krasser: „Der Personalaufwand der städtischen Dienststellen umfasst nahezu 25 Prozent unserer Gesamtaufwendungen“, so Luczak-Schwarz. Damit ist der Personalaufwand seit 2015 von 299 Mio. auf 476 Mio. Euro in 2025 gestiegen. „Im Jahr 2015 schlossen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe VBK mit einem Defizit von 27,3 Mio. Euro ab, 2024 ist das Defizit auf 96,2 Mio. Euro angestiegen“. Als Ursache nennt die Erste Bürgermeisterin vor allem „das ungebremst steigende strukturelle Defizit der VBK und die von Bund, Land – „aber auch von uns“ – forcierten Qualitätssteigerungen in Ausbau und Modernisierung. Aber auch die seit 2022 zu leistenden Pachtzahlungen und Betriebskosten für den Stadtbahntunnel in der Kaiserstraße beeinflussen die Bilanz“.
30 Mio. pro Jahr, einfach vergessen worden. Das nie angegangene horrende Defizit der VBK von nahezu 100 Mio. (Aufsichtsratchef OB Mentrup) plus Klinikum-Defizit (30 Mio.) halten sich als in etwa die Waage mit den Bruttoausgaben für Soziales (120 Mio., inkl. der vom Bund übertragenen Ausgaben). Den Todesstoß bekommt das ganze durch die Personalausgaben, denn die 853 neuen Schäfchen sind ja nicht in den brenzlichen Bereichen Kita oder Klinikumsstellen geschaffen worden. Die sich selbst ernährende Verwaltung sieht daher auch 60 Mio. Sanierungfür das technische Rathaus als eine Top-Prio-Ausgabe der Stadt an. Wie krass das alles am Gemeinwohl vorbeigeht – und wen dieses überhaupt nicht intessiert – ist in des OBs Amtsblatt nachzulesen: Bei der Abstimmung zur Zukunft des Rheinstandbades Rappenwört (INKA widmete diesem im Sommer ein Retro-Cover) stimmten alle im Gemeinderat für einen Weiterbetrieb des Bades am Rhein 2026. Alle. Alle Alle. Außer dem OB. Was kümmert ihn auch die Stadtgesellschaft. Besser bekommt man die nicht nur haushaltstechnische Disbalance zwischen Stadt und OB motivisch nicht hin. Ja, muss man erstmal hinbekommen, eine so katastropale Leistung. Alles aus dem Lot. Investitionen in die Zukunft? „World Games“ (ca. 25 Mio.) und die Turmbergbahn (ca. 30 Mio.)??? Da hätten wir uns eine andere Zukunft vorgestellt.
Kein Interview: INKA.Blog-Chefreporter Halbär im Gespräch mit den Holländern
853 neue Schläfchen
Wo so viele neue Schäfchen bei der Stadt begrüßt werden, sind die Schläfer nicht weit. Sie heißen niedlicherweise „Schläfchen“, sie fressen ganz viel aber ernähren sich von sich selbst und haben z.B. überall in der Stadt kleine Schläferbaustellen eingerichtet, wo man so richtig mal länger in sich gehen kann. Direkt vor Halbärs Flur hat sich Sommers Seltsames zugetragen.
Halbär: Hello hello, was macht denn ihr da?
Schläfertruppe: Wir checken den Gully, bevor sich die Erde auftut und alles verschluckt.
Halbär: Seid ihr von der städtischen Gullideckelabsenkungs-Eingreiftruppe?
Schläferchor: Endlich mal einer der das kapiert.
Halbär: Ihr seid aber ja sechs Mann plus Fahrer – ist das nicht etwas übertrieben? Habt ihr keine größeren Löcher zum Stopfen?
Schläfer: Da tun sich Abgründe auf. Es braucht Asphalt.
Halbär: Ihr guckt doch ins Handy ?
Schläfer: KI, KI, wir brauchen Support.
Halbär: Ihr seid doch nicht von der städtischen Gullideckelabsenkungs- Eingreiftruppe. Ihr habt doch Tarnkleidung an. Ihr seid doch Holländer, das sieht ja jeder.
Schläfer: Wieso Holländer?
Halbär: Ihr steht ja schon 40 Minuten um den Gulli rum. Ihr seid ja total bekifft.
Schläfertruppe: Wir fahren gleich durch zur Frauen-EM in die Schweiz.
(Das Interview wurde im Sommer 2025 geführt. Bildbearbeitung Schläfertruppe: Halbär)

