Alkoholfreier Sekt im Test: Lachgas? Kohlensäure tut’s auch!

Alkoholfreier Sekt

Schon eine Weile her, Ende 2023, dass ich die Idee für einen Alkfrei-Sekt-Test im INKA Stadtmagazin hatte, den Johannes Hucke dann in Worte goss.

Inzwischen ist alkoholfreier Sekt noch viel mehr en vogue, auch bei jüngeren. „Alkoholfrei“ heißt in Deutschland: unter 0,5 Volumenprozent, viele alkoholfreie Sekte liegen bei 0,3 bis 0,5 Prozent. Zum Vergleich: Traubensaft, den man ja gerne gerade auch in Kinder reinschüttet, hat um die ein Prozent. An der Mosel wäre das Säuglingsnahrung. Spaß.

Inzwischen hat sich noch ein weiterer alkoholfreier Sekt in die unten stehende Liste eingeschlichen, er heißt The Bench und ist ein Chardonnay und richtig klasse – auch im Preis. Eigentlich war das Beste am Test, dass wir ohne Zufuhr von nennenswert Alkohol nach einer guten Stunde alle ständig laut loslachten, als wären wir total bekifft.

Am Ende des Tests bat ich noch unser Redakteur Patrick Wurster, etwas zu warten – wenn er in eine Drogenkontrolle käme, dann wäre er fällig. Er lachte sich halbtot. Nun, die durchaus heftige drogenartige Wirkung kam von der Kohlensäure. Wie genau, das wäre zu hinterfragen. Patrick – der nicht mehr wie in INKA-Zeiten von „wir“ spricht, wenn er seine Hündin Puce meint, sondern KI – fragte also mal so richtig hart nach. Aber die Antworten waren eher ungenügend. Wohl ein echtes Randgruppenthema, kennt KI noch nicht so.

Die Antworten von Chat GPT: „Wenn du mehrere Gläser trinkst mit entsprechend viel Kohlensäure, wird der Restalkohol schneller aufgenommen. Ergebnis: ein ganz leichtes, warmes Schwebefeeling. Dazu kommt eine körpereigene Mini-High-Reaktion durch Kohlensäure plus Zucker, der eine kleine Dopaminreaktion auslöst. Nicht der Alkohol haut rein, sondern ein Cocktail aus Mini-Prozent, Kohlensäure, Zucker, Erwartung, Ritual und sozialer Situation.“

Fazit: Mindestens eine Flasche alkfreien Sekt in enger Taktung in die hohle Rübe – und die künstliche sehr gute Laune ist garantiert. Es dauert etwa 15 Minuten, bis die Wirkung abebbt. Wir saßen beim Test gut zwei Stunden zusammen. Da braucht man gar nicht groß gute Laune üben. 

Der Test (Punktzahlen von 0-20)

  • Freixenet 0,0 (Piccolo, 2,79 Euro): 7 Punkte  
  • Strauch Rosé (0,75 l, Bio, 12,40 Euro): 10,5 Punkte  
  • Zéra (8,49 Euro, Bio): 11,75 Punkte 
  • Durbacher Edelmann Rosé (8,49 Euro): 11,75 Punkte  
  • Carl Jung Blanc de Blancs (6,49 Euro): 12,4 Punkte
  • Vinosence Vin mousseux (6,99 Euro): 13,4 Punkte  
  • Engel Riesling (9,95 Euro, Bio): 15,5 Punkte  
  • Bibo Runge Weiß (13,95 Euro): 16,4 Punkte
  • Carl Jung Rosé (5,49 Euro: bestes PLV): 16,4 Punkte
  • The Bench (ca. 7 Euro, bestes PLV): 16,5 Punkte
  • Bibo Runge Rosé (aus Rheingau-Trauben, 13,90 Euro): 17 Punkte

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